Never give up

 

20.3.2018

 

Eine Woche im und um das Antiquariat.

Es ist 16 Uhr 16 und grade brühe ich den zweiten Kaffee des Tages auf. Der billigste daher dunkelste von Aldi und dazu hmilch.  Freu mich.

Heute Morgen um 7Uhr 20 aufgestanden, spät, die Metallbauer von nebenan sind schon fast abfahrbereit. (Hundefrühstück, Glas Zitrone, Darjeeling, Malve+Hagebutte schleimlösend, Gymnastik, Pausenbrot herrichten, Bett, gießen, Waschen, dauert etwa 2 Stunden)

6 Büchersendungen bereit zur Postabgabe. Vor der Tür Nordwind und 2° minus. Kapuze, Handschuhe. Schnee auf dem Gehsteig, aber gut mit dem Fahrrad zu bewältigen. Hund bellt ganz doll, der Chef will endlich los. Lokale Information in den Papierkorb, leere Flasche Wein in den Container. Um die Ecke am Kiosk vorbei, Die türkische Pächterin steht draußen und raucht. Der jugoslawische Nachbar steht daneben und trinkt einen Kaffee. Die Schulkinder haben noch keine Pause. Der Hund rast voraus und ich schaue in die kalte Luft. Auf den Vorwiesen ein wenig Schnee. Die Luft trocken und schön. Wir bleiben links der Straße, weil wir zur Post müssen. Einmal 1,65, fünfmal 1,00 und einmal 3,20 nach Österreich. Die nächste Straße entlang, ein paar freundliche Menschen. (Menschen sind freundlich, wenn sie den Hund anlächeln.) Ich fahre hinter dem Hund. An der großen Kreuzung läuft der Hund immer ein Stück mitten auf der Straße vor mir her. Meistens sehr schnell. Wir haben schon lange keinen Ärger mehr deswegen gehabt. Unter der Stadtautobahn entlang in ein Miniparkchen und an den Bayer Sportgeländen über die Dhünn in den kleinen Stadtpark. Da stehen schon ein paar hohe alte Bäume und sind einige bekannte und unbekannte Vögel zu hören und zu sehen. (Besonders gern Specht und Eichelhäher, manchmal von ferne ein Bussard.) Die Eineurojobber, die den Park säubern, sitzen auf der Bank und grüßen. Unter den Bahngleisen, dann hoch am Bahnhof vorbei. Über die Baustelle Busbahnhof in die Fußgängerzone City. Bei Merzenich kaufen wir ein Croissant. Durch die alte City (Kaufhäuser stehen leer, am Ende gibt’s noch die Sparkassenhauptstelle). Über eine befahrene Straße, Misiek gehorch,t noch mal in ein Miniparkchen dann um die Ecke in die berühmte Lichstr. Das Antiquariatsschild ist schon zu sehen.

Aufgeschlossen, Rucksack abstellen. Vor die Tür kommt die Bank, bei Sonnenschein stehen darauf Bücherkisten. Heute nicht. Die Prospekte passen gut auf die Fensterbank. Und vor dem Eingang liegen kulturelle Übersichten, Bayer, Volkshochschule, Kommunales Kino, matchboxtheater..

Mantel aus, Blick aufs Thermometer. Ah, heute nur 9,8° Heizung ist schon aus, Seit März. Pulswärmer anziehen. Wasser kriegt der Hund und Trockenfutter. Kaffee kochen und Croissant bereitlegen. Den Klodeckel putzen, Charlie, hübsche Wanderratte, wohnhaft in der Kloküche ist wieder drauf rumspaziert. Hat aber nichts nennenswertes mehr zerfetzt. Das Schaffell um die Füsse, Computer anstellen. Zuerst die mails anschauen. Bestellung ist heute nur eine. Otto, Das Heilige. Das Wetter im internet. Das Konto. Ah, heute noch 70 € Luft nach oben. (Bei 1000 ist der Kredit voll.) Gleich mal eine der ältesten Rechnungen begleichen. (Leider die letzte Nacht nicht so gut geschlafen, wie sonst immer. Die Finanzen drücken mal wieder ziemlich.) Der Kaffee ist durch, das Croissant schmeckt. Gibt’s einen Krimi zu sehen? Ne, nix. Ein Rest von einem blöden Film von gestern. Unser blauer Planet ist mir zu schön, das halte ich nicht aus. Bin schon froh, dass ich meinen eigenen Hund noch anschaun kann, er ist auch schön. Die Post bringt eine Büchersendung für einen Kunden. Ich recherchiere ein paar Bücher und bringe sie dann in booklooker und zvab. Ich telefoniere. Ich werde meist angerufen, weil jemand Bücher verkaufen will. Ich nehme nichts solange noch Stapel aus dem letzten Nachlass unbearbeitet sind. Ich zeichne Bücher aus, alles Belletristik und alles Taschenbücher. Ich sortiere einige Bücher ins Regal oder davor. Es schaut sich jemand nach Büchern um und hat nicht viel Zeit. Die Bestellung von heute Morgen ist bis jetzt die einzige. Ich suche sie heraus, schreibe die Rechnung. Ich mache dann, weil ich im Buchführungsprogramm bereits bin, einige Kontoauszüge fertig. Lexware buro easy, so mache ich meine Buchführung, so gut ich kann. Um halb zwei gehen der Hund und ich kurz raus. Ich kaufe auch ein für Hund und mich. Der Hund ist sehr ruhig. Jemand fragt telefonisch nach einem Buch, das ich nicht habe. Ich frage, ob internet vorhanden ist. Einen Nachlass mit Kunstbänden will ich mir anschauen, er kommt sonst vielleicht direkt in den Papiercontainer, wir verschieben es bis nach Ostern. Gern würde ich jetzt einen kleinen Film mit Pallu anschauen. Ich esse mein Pausenbrot und Möhre und Gurke. Eine Frau sucht englische Christies, ich habe aber nur einen englischen Agatha Christie. Peter kommt, ich schulde ihm nun 100 €. Heute gebe ich ihm 40 € zurück. Jetzt habe ich noch 7 Cent im Geldbeutel und 5,25 € auf der Bank. Da das Abendessen (Möhren, Kartoffeln und Mettwürste) zuhause ist, brauche ich jetzt kein Geld mehr. Die Schuhe sind besohlt. Die Hose ausgebessert. Die Winterjacke prima. Hilkes Strumpfhose hält noch diesen Winter. Ich bin zufrieden.

Zurück fahren wir heute über die Rialtobrücke am Bahnhof. Drei Mädchen kreischen, als sie den Hund rennen sehen. Ein Kampfhund weicht aus mit seinem Herrn. Hinter Mercedes Benz geht die Sonne unter und färbt den Himmel rot. Aus dem Osten kommt die Nacht mit einer türkisgrauen Farbe und die Straßenlampen sind schon an. Misiek ist langsam, aber es ist uns niemand im Weg.

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